Praxisleitfaden: Mitarbeitende einbinden und motivieren

Der Praxisleitfaden „Mitarbeitende einbinden und motivieren – Ideen für (noch) mehr Energieeffizienz & Klimaschutz“ stellt Erfolgsbeispiele der Mitarbeitermotivation und -einbindung aus neun mittelständischen Unternehmen vor. Zusätzlich beinhaltet er den „Basis-Werkzeugkasten“ mit einer Sammlung von Methoden. Die Auswahl greift insbesondere auf Methoden zurück, die bereits in Unternehmen er-probt sind. Der Leitfaden bietet Unternehmen einen systematischen Zugang, gemeinsam mit den Mitarbeitenden (weitere) Potenziale der Energie- und Materialeffizienz zu identifizieren.
Quelle: Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz (MIE)

Den Leitfaden und weitere Informationen gibt es unter: https://www.mittelstand-ener-giewende.de/leitfaeden/

Änderung der Betriebssicherheitsverordnung hinsichtlich überwachungsbedürftiger Druckanlagen

Am 8. Mai 2019 ist eine am Vortag veröffentlichte kleine Änderung der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) in Kraft getreten. Sie ist Hauptbestandteil der „Verordnung zur Änderung von Arbeitsschutzverordnungen und zur Aufhebung der Feuerzeugverordnung“. Geändert wird im Wesentlichen Anhang 2 Abschnitt 4 der BetrSichV, welcher Prüfvorschriften für überwachungsbedürftige Druckanlagen, z. B. Dampfkessel und andere Druckbehälter, enthält. Die Prüfpflichten bestimmter Druckanlagen hängen von den in ihnen enthaltenen Stoffen und Gemischen ab. In der bisherigen BetrSichV werden die entsprechenden Stoffe und Gemische durch Verweise auf entsprechende Nummern in Anhang I der CLP-Verordnung bestimmt.

Nachdem die CLP-Verordnung durch die Verordnung (EU) 2016/918 geändert worden ist, sind bestimmte Verweise dorthin nicht mehr zutreffend, so dass eine Anpassung der BetrSichV an die geänderte CLP-Verordnung erforderlich wurde. Die Anpassung wurde so ausgestaltet, dass die Inbezugnahme der Stoffe und Gemische nicht mehr durch Verweise auf entsprechende Nummern in Anhang I der CLP-Verordnung erfolgt, sondern durch Nennung der so genannten H-Sätze (Gefahrenhinweise), die den betreffenden Stoffen und Gemischen über die CLP-Verordnung fest zugeordnet sind. Die geänderte Darstellung bewirkt eine Vereinfachung für die Anwender der BetrSichV, weil die H-Sätze der in den Druckanlagen gehandhabten Stoffe und Gemische direkt aus deren Sicherheitsdatenblatt entnommen werden können. Mit der Änderung der Art der Inbezugnahme ist keine inhaltliche Änderung der bisherigen Prüfpflichten verbunden.

Die notwendige Änderung von Anhang 2 Abschnitt 4 BetrSichV wurde außerdem dazu genutzt, die umfangreichen Sonderregelungen bei Prüfungen bestimmter Druckanlagen in Nummer 7 (bisher Nummer 6) des Abschnitts neu zu gestalten. Dabei konnten einige Sonderregelungen entfallen.
Außerdem wurden einige Berichtigungen und Klarstellungen vorgenommen, auch noch im Rahmen der Beratungen im Bundesrat.

Des Weiteren wurde ein fehlerhafter Verweis in § 20 der Arbeitsschutzverordnung zu elektromagnetischen Feldern berichtigt (Artikel 2) und die Feuerzeugverordnung außer Kraft gesetzt (Artikel 3). Mit der Feuerzeugverordnung war eine EU-Entscheidung zu kindergesicherten Feuerzeugen umgesetzt worden, die inzwischen vollumfänglich durch die überarbeitete DIN EN 13869 abgelöst worden ist, weshalb eine eigenständige Verordnung nunmehr entbehrlich ist.

ElektroG: „Passive“ Geräte ab Mai 2019 betroffen

Ab dem 1. Mai 2019 fallen „passive“ Elektro- und Elektronikgeräte (also solche, die Ströme lediglich durchleiten) unter den Anwendungsbereich des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes. Sie sind damit kennzeichnungs- und ihre Hersteller und Importeure registrierungs- und meldepflichtig.
Auch bei „passiven“ Produkten ist die Unterscheidung zwischen Endgeräten und Bauteilen entscheidend. Endgeräte fallen in den Anwendungsbereich, Bauteile sind weiterhin davon ausgenommen. Zu Endgeräten gehören laut der zuständigen Stiftung Elektro-Altgeräte-Register (EAR) beispielsweise fertig konfektionierte Verlängerungskabel, Lichtschalter, Steckdosen und Stromschienen. Als Bauteile eingestuft werden zum Beispiel Kabel als Meterware, Aderendhülsen und Ringkabelschuhe. Auf der Homepage www.stiftung-ear.de finden sich weitere Beispiele für betroffene Geräte und nicht betroffene Produkte, jeweils mit Fotos zur Veranschaulichung, unterteilt nach folgenden Stichworten:

  • Antennen
  • Adapter, Klinken, Stecker
  • Buchsen, Steckdosen
  • Konfektionierte Kabel
  • Schalter, Taster
  • Schmelzsicherungen
  • Gegenbeispiele in Form passiver Produkte zum Einbau in andere Geräte und damit nicht im Anwendungsbereich

Betroffene Geräte sind bei der Registrierung den neuen Gerätekategorien Nummer 4, 5 oder 6 zuzuordnen. Viele Elektrogeräte wie zum Beispiel Bildschirme werden mit beigelegten komplett konfektionierten Kabeln verkauft. Auch diese Standard-Kabel gelten ab 01.05.2019 als eigenständige Elektrogeräte und unterliegen damit den genannten Pflichten.

Legt ein Hersteller oder Importeur seinen Bildschirmgeräten zum Beispiel Netz- und USB-Kabel bei und bringt sie so erstmalig in Deutschland in Verkehr, benötigt er für diese Kabel ebenfalls eine Registrierung.

Er braucht dann Registrierungen in den Kategorien Nummer 2 für Bildschirme, Nummer 5 für Kleingeräte sowie Nummer 6 für kleine Geräte der Informations- und Telekommunikationstechnik. Verfügt er bereits über Registrierungen in der entsprechenden Geräteart und Marke, kann er die Kabel dort mit melden bei seinen Mengenmeldungen.

Legt ein Hersteller dagegen Kabel bei, die von einem anderen, in Deutschland dafür korrekt registrierten Hersteller stammen, bedarf er selbst keiner separaten Registrierung für diese Kabel. Bei der Mengenmeldung der von ihm hergestellten Geräte ist dann das Gewicht der anderweitig registrierten Kabel herauszurechnen.

(Quelle: Stiftung EAR, geändert)