Die Revision der DIN EN ISO 50001 kommt voran

Der internationale Standard für Energiemanagementsysteme wird aktualisiert und der Draft International Standard (DIS) ist mittlerweile erreicht. Der deutsche Entwurf DIN EN ISO 50001:2017 ist nun verfügbar.
Fünf Jahre nach der Veröffentlichung wurde im letzten Jahr der Revisionsprozess gestartet und somit das vor allem in Deutschland sehr beliebte Regelwerk zur Zertifizierung von Energiemanagementsystemen auf Aktualität geprüft. Rund 50% der weltweit durchgeführten Zertifizierungen erfolgten in Deutschland. Der Draft International Standard (DIS) wurde kürzlich veröffentlicht, d.h. die nationalen Normungsgremien können jetzt bis Mitte November über den Entwurf abstimmen.
Bereits heute schon klar ist, dass die sogenannte High Level Structure auch in der DIN EN ISO 50001:2017 Anwendung finden wird. Diese Struktur die auch beiden Regelwerken ISO 9001, ISO 14001, ISO 27001 und ISO 45001 genutzt wird macht es Ihnen leichter integrierte Managementsysteme aufzubauen.

Wir werden Sie über die Änderungen weiter auf dem Laufenden halten und Sie zu gegebener Zeit mit weiteren Materialien und offenen Schulungen informieren.

Quelle: https://www.iso.org/2016/11/Ref2135.html

Förderprogramm Energiemanagementsysteme wird im Jahr 2017 fortgeführt

Ab dem 1. Januar 2017 gilt die neue Richtlinie für die Förderung von Energiemanagementsystemen vom 20. Dezember 2016. Die Förderrichtlinie (Richtlinie für die Förderung von Energiemanagementsystemen vom 20. Dezember 2016 (Fundstelle: BAnz AT 29.12.2016 B1)) wurde vor allem redaktionell überarbeitet. Eine wesentliche inhaltliche Änderung gegenüber der vorhergehenden Richtlinie ist die Streichung des Fördertatbestands der Testierung eines alternativen Systems gemäß Anlage 2 der SpaEfV. Alle übrigen Maßnahmen wie die Erstzertifizierung eines Energiemanagementsystems, die externe Beratung zur Einführung eines solchen, der Erwerb und die Installation von Messtechnik und Software sowie die Schulung von Mitarbeitern zu Energie- bzw. Managementbeauftragten werden weiterhin mit den bereits bekannten Fördersummen gefördert.

Veröffentlichung der ISO 45001 voraussichtlich erst im Frühjahr 2018

Die Internationale Norm ISO 45001 „Arbeitsschutzmanagementsysteme – Anforderungen mit Leitlinien zur Anwendung“ wird wohl nicht mehr im Jahr 2017 erscheinen. Auf der internationalen PC 283 Sitzung in Toronto (2016) zur Beratung der Kommentare aus dem Entwurf (DIS 1) wurde beschlossen, dass ein zweiter Norm- Entwurf (DIS 2) erforderlich ist. Die abschließende Sitzung der Working Group (WG 1) zur Beratung aller Kommentare und Einsprüche sowie zur Vorbereitung des DIS 2 findet im Februar 2017 in Wien statt. Somit ist erst im März/April 2017 mit dem DIS 2 und frühestens im Oktober/November 2017 mit dem Schlussentwurf (FDIS) zu rechnen. Vor diesem Hintergrund wird die Veröffentlichung der DIN ISO 45001 „Arbeitsschutzmanagementsysteme – Anforderungen mit Leitlinien zur Anwendung“ erst im Frühjahr 2018 erwartet. Quelle: www.iso.org

Kür statt Pflicht gewählt!

Caritasverband Koblenz e.V. wurde erfolgreich nach DIN EN ISO 50001:2011 zertifiziert

Wir sind nicht nur im industriellen Umfeld tätig! So standen unsere Auditoren Hans-Werner Lortz und Stefan Eckhardt vor der Herausforderung, das Energiemanagementsystems des Caritasverbandes Koblenz e.V. / CarMen gem. GmbH zu auditieren. Wie Martina Best-Liesenfeld, Direktorin der Caritas, bei der Übergabe der Zertifikate für das bestandene Zertifizierungsaudit bestätigte, entschied man sich bewusst für eine Zertifizierung. „Wir wollen schließlich nicht nur wissen, wofür wir wieviel Energie verbrauchen, sondern auch den Bedarf minimieren.“ An 16 unterschiedlichen Standorten wurde eine energetische Bestandsaufnahme durchgeführt und parallel eine normkonforme Dokumentation aufgebaut, die in das schon erfolgreich zertifizierte QM-System integriert wurde. Diese gelungene Integration sowie die Motivation und das Engagement aller Mitarbeiter für das Energiemanagementsystem waren für unser Auditteam auch ein herausragendes Merkmal des Caritasverbandes Koblenz e.V / CarMen gem. GmbH.

100. Energieeffizienz-Netzwerk gegründet

Was haben ein Fußballclub, ein Zoo und die Stadtwerke gemeinsam? Sie engagieren sich mit über 1.000 Unternehmen in Energieeffizienz-Netzwerken. Mit dem 100. Energieeffizienz-Netzwerk verdoppeln Bundesregierung und Wirtschaftsorganisationen innerhalb von neun Monaten die Zahl der Wissensplattformen. Ziel der Initiative ist es, bis zum Jahr 2020 rund 500 neue Energieeffizienz-Netzwerke mit Industrie, Handwerk, Handel, Gewerbe und Energiewirtschaft zu etablieren. Insgesamt beteiligen sich seit Start im Dezember 2014 bereits mehr als 1.000 Unternehmen an der Initiative im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE). Das 100. Netzwerk, in Trägerschaft der Stadtwerke Bochum, vereint seit dem 7. Dezember 2016 den Bundesligazweitligisten VfL Bochum, den Tierpark Bochum und acht weitere Unternehmen und Einrichtungen aus der Region an einem Tisch. Auch wir sind als DMSZ in den Energieeffizienz-Netzwerken aktiv.

Gemeinsam mit der evm (Energieversorgung Mittelrhein AG) starten wir am 29. März 2017 ein Energieeffizienz-Netzwerk in Koblenz.

Für den Westerwald planen wir gemeinsam mit der evm im Herbst 2017 die Gründung eines weiteren Netzwerkes.

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Spitzenausgleich wird auch in 2017 weiter gewährt

Unternehmen des produzierenden Gewerbes können auch 2017 den sogenannten Spitzenausgleich bei der Strom- und der Energiesteuer in voller Höhe erhalten. Das Bundeskabinett hat am 11. Januar bestätigt, dass die Unternehmen des Produzierenden Gewerbes den notwendigen Zielwert für eine Reduzierung ihrer Energieintensität erreicht haben. Grundlage der Kabinettsentscheidung ist erneut der Bericht des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI). Der Zielwert zur Reduktion der Energieintensität beträgt im für das Antragsjahr 2017 maßgeblichen Bezugsjahr 2015 3,9 Prozent gegenüber dem sogenannten Basiswert, der jahresdurchschnittlichen Energieintensität in den Jahren 2007 bis 2012. Der Zielwert bezieht sich auf das gesamte Produzierende Gewerbe und wird nicht auf einzelne Unternehmen herunter gebrochen. Das RWI kommt in seinem Bericht zu dem Ergebnis, dass die tatsächliche Reduktion 2015 10,8 Prozent gegenüber dem Basiswert betrug. Der Spitzenausgleich wird somit auch im Jahr 2017 in voller Höhe gewährt. Der Spitzenausgleich ist seit Anfang 2013 zudem an den unternehmensindividuellen Nachweis besonderer Anstrengungen bei der Reduzierung der Energieintensität gekoppelt: Gemäß § 55 Energiesteuergesetz und § 10 Stromsteuergesetz ist die Einführung und der Betrieb eines Energie- oder Umweltmanagementsystems bzw. eines Energieaudits erforderlich.

Quelle: DIHK