Ermittlung und Beurteilung psychischer Belastungen

In Deutschland verpflichtet der Gesetzgeber jeden Arbeitgeber, Gefährdungen durch psychische Belastung zu ermitteln und entsprechend zu vermeiden. Er spezifiziert jedoch nicht, wie eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung durchzuführen ist. In einer Untersuchung wurden 37 qualitative betriebliche Fallstudien anhand teilstrukturierter Interviews mit betrieblichen Akteuren und Dokumenten dahingehend analysiert, ob und wie Arbeitgeber methodische Spielräume auch jenseits von normativen Empfehlungen nutzen, um Gefährdungen zu identifizieren. Die vielfältigen methodischen Herangehensweisen folgen drei Orientierungen, die mehr oder weniger gemeinsam verfolgt werden:

  • Messen und Bewerten definierter Konstrukte psychischer Belastung,
  • Erklären und Verstehen von Entstehungszusammenhängen problematischer, mit psychischer Belastung assoziierter Arbeitssituationen und
  • Erstellen eines (vermeintlich) rechtssicheren Dokuments zum Nachweis einer Gefährdungsbeurteilung

Grenzen dieser Herangehensweisen werden in den Fällen deutlich, in denen einseitig auf eine dieser Orientierungen fokussiert wird. Methodischer Entwicklungsbedarf wird insbesondere für (qualitative) Ansätze des „Erklärens und Verstehens“ aufgezeigt.

Der 16-seitige Ergebnisbericht findet sich auf der Homepage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) (Link zum BAuA-Bericht in pdf-Form).

(Quelle: BAuA, gekürzt)

Änderung Energiesteuergesetz „Bestimmte Prozesse“

Ab dem 01.01.2018 gelten für die Beantragung von Steuerentlastungen für bestimmte  Prozesse und Verfahren (§ 51 EnergieStG) teilweise neue Voraussetzungen.

Betroffen sind ausschließlich Betreiber von thermischen Nachverbrennungsanlagen (TNV = Reinigung belasteter Abluft).

Bisher hat es ausgereicht, um eine Erstattung der Energiesteuer zu erhalten, das Energieerzeugnis in einer TNV schlicht zu verheizen. Jetzt ist neben dem Verheizen ein zweiter Verwendungszweck Voraussetzung: Der sogenannte Dual-Use-Prozess. Dies bedeutet, dass das Energieerzeugnis selbst, seine chemischen Bestandteile oder dessen Verbrennungsprodukte (üblicherweise Kohlendioxid) verfahrenstechnisch bzw. chemisch für die thermische Abfall- oder Abluftbehandlung zwingend erforderlich sind.“ (Quelle: zoll.de)

Aufgrund der neuen Bestimmungen wird bei Antragsstellung ab 2018 eine aktualisierte Betriebserklärung notwendig. Da es bei den Hauptzollämtern noch keine einheitliche Vorgehensweise zu den neuen Richtlinien gibt, empfiehlt es sich mit unterjährigen Anträgen zu warten, bis mehr Klarheit herrscht.

Technische Regeln für Gefahrstoffe

Anfang Mai 2018 wurden auf der Homepage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin drei Technische Regeln für Gefahrstoffe in geänderter und ergänzter Fassung veröffentlicht:

1. TRGS 220 Nationale Aspekte beim Erstellen von Sicherheitsdatenblättern“

In der Anlage zur TRGS 220 wurde

  • in Nummer 4.2 Absatz 6 neu gefasst und wurden die Absätze 7 und 8 gestrichen.
  • in Nummer 4.4.1 Absatz 2 wurde Satz 4 neu gefasst.
  • in Nummer 4.4.6 Absatz 3 wurde in der Tabelle der Eintrag zu 2-Butoxyethanol geändert.

Außerdem wurde eine ganze Reihe von redaktionellen Änderungen vorgenommen.

2. TRGS 900 „Grenzwerte“

In der TRGS 900 in Kapitel 3 unter „Bemerkungen“ muss es in Nummer (3) im Klammerausdruck „krebserzeugend Kategorie 1B“ heißen.
Außerdem wird folgende neue Nummer (27) angefügt: „Für die Schleifmittelindustrie gilt gemäß der registrierten Verwendung nach der EU-REACH-Verordnung bis 28. Februar 2023 ein AGW von 5 mg/m3.“
In der langen Liste der Arbeitsplatzgrenzwerte in Kapitel 3 wurden folgende Einträge geändert und ergänzt:

  • Natriumbenzoat (als Benzoat)
  • Kaliumbenzoat (als Benzoat)
  • N-(3-Aminopropyl)-N-dodecylpropan-1,3- diamin
  • Benzoesäure
  • Bismutvanadiumtetraoxid
  • 1-Ethylpyrrolidin-2-on
  • Furan
  • 2-Phenoxyethanol
  • Naphthalin

Die Einträge zu Indium und seinen Verbindungen wurden berichtigt.
Die Einträge 2-Butoxyethanol, 2-Butoxyethyl-acetat, Fluoride, Naphthalin, Nitrobenzol, Phosphorpentoxid, Tetrachlorethylen (Per) und Zinn(II)-Verbindungen (anorganische) erhielten die Bemerkung „EU“.
In der CAS-Nummern-Aufzählung in Kapitel 4 wurden folgende Einträge ergänzt:

  • Benzoesäure
  • Furan
  • Natriumbenzoat (als Benzoat)
  • Kaliumbenzoat (als Benzoat)
  • N-(3-Aminopropyl)-N-dodecylpropan-1,3- diamin
  • 1-Ethylpyrrolidin-2-on
  • Bismutvanadiumtetraoxid

3. TRGS 905 „Verzeichnis krebserzeugender, keimzellmutagener oder reproduktionstoxischer Stoffe“

In der TRGS 905 wurde in Nummer 1 der Absatz 4 neu gefasst und in Nummer 3 in der Liste der Eintrag zu Blei-Metall gestrichen.

EnergieEffizienz-Messe am 28. und 29. August in Frankfurt/Main

Sie finden uns im August auf der Leitmesse für Energieeffizienz in Unternehmen, Kommunen und Immobilienwirtschaft.
Die EnergieEffizienz-Messe ist Treffpunkt für 2.500 nationale und internationale Fachbesucher. 400 Experten stellen an Messeständen und in rund 60 Programmpunkten aktuelle Lösungen und Trends rund um das Thema Energieeffizienz vor.

Wir würden uns freuen, Sie auf unserem Messestand begrüßen zu dürfen, um über die Themen „Energiemanagement“ und „Energieeffizienz in der Industrie“ ins Gespräch zu kommen.
Termin: 28. und 29.08.2018, 10:00 – 16:00 Uhr
Anschrift: IHK Frankfurt am Main | Börsenplatz 4 | 60313 Frankfurt am Main
Stand:
Plenarsaal 2. OG

Sie benötigen eine Gastkarte? Nehmen Sie bitte einfach Kontakt mit uns auf.

Übergang von BS OHSAS 18001:2007 auf ISO 45001:2018

Mit dem Erscheinen der neuen Norm beginnt eine 3-jährige Übergangsfrist. Bis zum Ablauf der Übergangsfrist – am 11.03.2021 – behalten alle Zertifikate nach BS OHSAS 18001:2007 noch ihre Gültigkeit. Während der 3-jährigen Übergangsfrist haben die Normanwender ausreichend Gelegenheit, ihr Arbeitsschutzmanagementsystem an die neuen Anforderungen der ISO 45001:2018 anzupassen. Aufgrund der umfangreichen Änderungen durch die ISO 45001:2018 gegenüber der BS OHSAS 18001:2007 empfehlen wir allen Anwendern, sich rechtzeitig mit den Anforderungen der ISO 45001:2018 auseinanderzusetzen. Für die Umstellung der Zertifizierung von BS OHSAS 18001:2007 auf die ISO 45001:2018 stehen folgende Möglichkeiten zur Auswahl: # Umstellung im Rahmen eines regulären Überwachungs- oder Rezertifizierungsaudits mit einem zusätzlichen Mehraufwand ab 1,0 Audittag oder # Umstellung in einem separaten, außerplanmäßigen Umstellungsaudit unter Berücksichtigung von erforderlichen Mehraufwänden. Alle bestehenden Zertifikate nach BS OHSAS 18001:2007, die nicht innerhalb der 3-jährigen Frist umgestellt werden, verlieren ab dem 11.03.2021 ihre Gültigkeit.

ISO 45001 – Es geht los

Nach finaler Abstimmung, welche zum 25. Januar 2018 beendet wurde, ist der ISO/FDIS 45001 nunmehr freigegeben. Mit der finalen Veröffentlichung rechnen wir bis Ende Februar 2018. Unsere Experten stehen in den Startlöchern, um auch Ihr Arbeits- und Gesundheitsmanagementsystem nach dieser Norm zu auditieren.

Mehr Infos zu Arbeitsmanagementsystemen finden Sie hier.
Sie können auch gerne unsere Experten ansprechen.

Die Revision der DIN EN ISO 50001 kommt voran

Der internationale Standard für Energiemanagementsysteme wird aktualisiert und der Draft International Standard (DIS) ist mittlerweile erreicht. Der deutsche Entwurf DIN EN ISO 50001:2017 ist nun verfügbar.
Fünf Jahre nach der Veröffentlichung wurde im letzten Jahr der Revisionsprozess gestartet und somit das vor allem in Deutschland sehr beliebte Regelwerk zur Zertifizierung von Energiemanagementsystemen auf Aktualität geprüft. Rund 50% der weltweit durchgeführten Zertifizierungen erfolgten in Deutschland. Der Draft International Standard (DIS) wurde kürzlich veröffentlicht, d.h. die nationalen Normungsgremien können jetzt bis Mitte November über den Entwurf abstimmen.
Bereits heute schon klar ist, dass die sogenannte High Level Structure auch in der DIN EN ISO 50001:2017 Anwendung finden wird. Diese Struktur die auch beiden Regelwerken ISO 9001, ISO 14001, ISO 27001 und ISO 45001 genutzt wird macht es Ihnen leichter integrierte Managementsysteme aufzubauen.

Wir werden Sie über die Änderungen weiter auf dem Laufenden halten und Sie zu gegebener Zeit mit weiteren Materialien und offenen Schulungen informieren.

Quelle: https://www.iso.org/2016/11/Ref2135.html

Förderprogramm Energiemanagementsysteme wird im Jahr 2017 fortgeführt

Ab dem 1. Januar 2017 gilt die neue Richtlinie für die Förderung von Energiemanagementsystemen vom 20. Dezember 2016. Die Förderrichtlinie (Richtlinie für die Förderung von Energiemanagementsystemen vom 20. Dezember 2016 (Fundstelle: BAnz AT 29.12.2016 B1)) wurde vor allem redaktionell überarbeitet. Eine wesentliche inhaltliche Änderung gegenüber der vorhergehenden Richtlinie ist die Streichung des Fördertatbestands der Testierung eines alternativen Systems gemäß Anlage 2 der SpaEfV. Alle übrigen Maßnahmen wie die Erstzertifizierung eines Energiemanagementsystems, die externe Beratung zur Einführung eines solchen, der Erwerb und die Installation von Messtechnik und Software sowie die Schulung von Mitarbeitern zu Energie- bzw. Managementbeauftragten werden weiterhin mit den bereits bekannten Fördersummen gefördert.