EDL-G Novelle passiert Bundesrat – ohne Einsprüche

Am 20. September 2019 hat die Novelle des Energiedienstleistungsgesetztes (EDL-G) den Bundesrat passiert und tritt voraussichtlich im Oktober in Kraft.

Nach rund drei Monaten Wartezeit hat der vorliegende Gesetzesentwurf zur Novellierung des EDL-G nun endlich den Bundesrat passiert und soll nach der Unterschrift des Bundespräsidenten voraussichtlich im Oktober 2019 in Kraft treten.

Auf Einsprüche wurde verzichtet, der Vermittlungsausschuss nicht angerufen – somit liegen jetzt die neuen Anforderungen an die Energieaudits vor.
Alle Kernpunkte kurz zusammengefasst:

Bagatellgrenze:
Unternehmen mit einem Jahresenergieverbrauch von unter 500.000 Kilowattstunden unterliegen nicht mehr der vollen Auditpflicht, diese müssen nur eine vereinfachte Online-Erklärung mit Angaben zu Energieverbräuchen machen (laut BMWi „vereinfachtes Audit“ genannt).

Online-Erklärung:
Energieauditpflichtige Unternehmen müssen bis zwei Monate nach Abschluss des Audits eine verpflichtende Online-Erklärung an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkotrolle (BAFA) melden. Inhalte sind die aus den Audits resultierenden Eckdaten.

Energieauditoren unterliegen Registrierungs- und Fortbildungspflicht:
Auditoren müssen ihre Ausbildung nachweisen und regelmäßig erneuern. Die Erstqualifizierung umfasst 80 Unterrichtseinheiten, alle zwei Jahre müssen 16 Unterrichtseinheiten absolviert werden.

Wiederholungsaudit:
Unternehmen, die ein reguläres oder vereinfachtes Audit zwischen Inkrafttreten der Änderungen und dem 31.12.19 durchführen müssen, haben für die Online-Erklärung eine Übergangsfrist bis zum 31. März 2020. Für Wiederholungsaudits, die vor Inkrafttreten des novellierten EDL-G fällig sind, gelten die Änderungen nicht (auch nicht die Bagatellgrenze).

• Für Unternehmen mit ISO 50001 oder EMAS ist eine Online-Erklärung nicht nötig!

Arbeitsschutzdokumente: Diese Aufbewahrungsfristen gelten

Ist das ein wichtiges Dokument oder kann das weg? Das fragen sich viele Arbeitgeber und Arbeitsschutz-Verantwortliche, wenn sie im Büro aufräumen. Was Arbeitsschutz-Unterlagen angeht, gelten verschiedene Aufbewahrungsfristen, die in vielen Gesetzen und Verordnungen geregelt sind. Wir haben die wichtigsten Fristen für Sie zusammengefasst:

Laden Sie den Überblick als PDF herunter!
https://www.arbeitsschutz-portal.de/multimedia/pdf/aufbewahrungsfristen-arbeitsschutz2019.pdf?src=asp-intern&typ=pdf&cid=7197

Quelle: https://www.arbeitsschutz-portal.de/beitrag/asp_news/7197/arbeitsschutzdokumente-diese-aufbewahrungsfristen-gelten.html

Informationen zu neuen Akkreditierungsregeln für SGA-Managementsysteme: Mitteilungspflicht von schwerwiegenden Vorfällen.

Der Managementsystemstandard für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (SGA) ISO 45001 wurde am 12. März 2018 veröffentlicht und ersetzt den Standard OHSAS 18001:2007. In diesem Zusammenhang wurden auch die Akkreditierungsregeln entsprechend der Vorgaben des IAF (International Accreditation Forum) überarbeitet. Da die ISO 45001 ein international gültiger Standard ist, fällt er unter die Verantwortung des IAF. Maßgeblich ist hier das IAF Mandatory Document (MD) 22. Das Dokument gilt für SGA-Managementsysteme sowohl nach ISO 45001 als auch nach OHSAS 18001. In diesem Dokument thematisieren wir die Mitteilungspflicht von schwerwiegenden Vorfällen und geben einen Überblick über weitere wichtige Themen.

Mitteilungspflicht von schwerwiegenden Vorfällen:

Besonders hervorzuheben im IAF MD 22 sind neu definierte Mitteilungspflichten für Unternehmen mit einem zertifizierten SGA-Managementsystem (sowohl OHSAS 18001 als auch ISO 45001:2018). Zertifizierte Organisationen müssen nun ihre zuständige Zertifizierungsstelle unverzüglich über schwerwiegende Vorfälle informieren. Dies gilt auch besonders, wenn die regelsetzenden oder genehmigenden Stellen im Arbeitsschutz (Behörden, Berufsgenossenschaften etc.) ebenfalls über das Vorkommnis informiert werden müssen. Nach Eingang der Mitteilung überprüft die Zertifizierungsstelle, ob ein Sonderaudit notwendig ist, in welchem die Wirksamkeit des SGA-Managementsystems überprüft und bestätigt wird. Sollte sich im Rahmen des Sonderaudits herausstellen, dass das SGA-Managementsystem nicht (mehr) wirksam funktioniert, so ist der Zertifikatsentzug die Folge.

Was sind schwerwiegende Vorfälle?

Die DMSZ GmbH definiert folgende Ereignisse als schwerwiegende Vorfälle, aus denen sich eine Meldepflicht ergibt:

  • Ereignis mit Personenschaden mit (sofortiger oder späterer) Todesfolge
  • Ereignis mit Personenschaden mit stationärem Krankenhausaufenthalt (d.h. nicht ambulant, unabhängig von der Schwere der Verletzung)
  • einer Verletzung von Gesetzen/einschlägigen Regeln

Als weitere Interpretationshilfe zur Auslegung des Begriffes „schwerwiegender Vorfall“ können die Maßstäbe folgender öffentlich-rechtlicher Verordnungen herangezogen werden:

  • §19 BetrSichVO
  • §18 GefahrstoffVO
  • §17 BioStoffVO
  • §108 StrlSchVO.

Sollten Sie sich unsicher sein, ob ein Ereignis ein schwerwiegender Vorfall ist oder nicht, wenden Sie sich bitte unverzüglich an Ihre Zertifzierungsstelle.

Wie kann ein Unternehmen einen schwerwiegenden Vorfall mitteilen?

Für alle von der DMSZ GmbH zertifizierten Unternehmen (ISO 45001 und OHSAS 18001) gilt, schwerwiegende Vorfälle unverzüglich an Ihren Auditleiter und/oder folgende E-Mail-Adresse zu melden: info@dmsz.de

Was passiert, wenn ein Unternehmen einen schwerwiegenden Vorfall nicht meldet?

Kommt ein Unternehmen seiner Meldeverpflichtung nicht nach, und wird dieses Versäumnis im Rahmen des Re-Zertifizierungs- oder periodischen Überwachungsaudit festgestellt, so wird hierzu eine Abweichung in den Auditreport formuliert. Kommt ein Unternehmen seiner Meldeverpflichtung wiederholt nicht nach, so droht der Zertifikatsentzug.

Weitere wesentliche Themen des IAF MD 22 im Überblick

  • Anforderungen zur Einstufung von Unternehmen bzw. Branchen in SGA-Risikokategorien (hoch/mittel/gering) in Abhängigkeit von den branchentypischen und unternehmensspezifischen Tätigkeiten und den damit assoziierten SGA-Risiken
  • Anforderungen an die im SGA-Audit einzubindenden Personen (u.a. Oberste Leitung, Personal mit Verantwortung im Arbeitsschutz, Arbeitnehmervertretung, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsärzte, externe Dienstleister/Auftragnehmer mit Relevanz für den Arbeitsschutz) sowie an die Beteiligung dieser Gruppen im Auditabschlussgespräch

Für die Zertifizierungsstellen werden darüber hinaus weitere Themen behandelt:

  • Anforderung an die am Zertifizierungsprozess beteiligte Personen hinsichtlich ihrer Kompetenzen und Fähigkeiten
  • Anforderungen an die Methoden zur Bestimmung der Auditzeit
  • Anforderungen an die Prüfung der Einhaltung rechtlicher Verpflichtungen als Bestandteil des Audits
  • weitere akkreditierungsrelevante Anforderungen

Hilfreiche Links:

Das IAF MD 22 sowie weitere Informationen zum Umstellungsprozess, der Migrationsfrist und einigen Änderungen finden Sie auf der Webseite der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) sowie auf der Webseite der DMSZ GmbH

Ab sofort: RoHS-Richtlinie gilt für alle Elektro- und Elektronikgeräte

Am 22. Juli 2019 ist die mehrjährige Übergangsfrist der Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS-Richtlinie; EU 2011/65) abgelaufen. Damit sind auch “sonstige Geräte“ vom Geltungsbereich der Richtlinie umfasst (neue Kategorie 11 und so genannter “offener Anwendungsbereich“).

Der Anwendungsbereich der RoHS-Richtlinie umfasst damit alle Elektro- und Elektronikgeräte, sofern sie nicht explizit ausgenommen sind. Die in Artikel 2 der RoHS-Richtlinie beschriebenen Ausnahmen bleiben bestehen). Auch die meisten Kabel sind umfasst. Betroffen sind Hersteller und Importeure von Elektro- und Elektronikgeräten sowie deren Lieferkette.

Darüber hinaus ist Anhang II der RoHS-Richtlinie ab dem 22. Juli 2019 um die Verwendungsverbote von 4 Stoffen (Weichmacher; Bagatellgrenze 0,1 Gewichtsprozent) erweitert:

  • Di(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP),
  • Butylbenzylphthalat (BBP),
  • Dibutylphthalat (DBP) und
  • Diisobutylphthalat (DIBP)

Daneben gelten gemäß Anhang II der RoHS-Richtlinie folgende Stoffverwendungsverbote:

  • Blei (Pb) (0,1 Prozent)
  • Quecksilber (Hg) (0,1 Prozent)
  • Cadmium (Cd) (0,01 Prozent)
  • Sechswertiges Chrom (0,1 Prozent)
  • Polybromierte Biphenyle (PBB) (0,1 Prozent)
  • Polybromierte Diphenylether (PBDE) (0,1 Prozent)

Die deutsche Elektro- und Elektronikgeräte-Stoff-Verordnung setzt die RoHS-Richtlinie in nationales Recht um.

(Quelle DIHK)

EMAS Novelle 2019 – Die Änderungen im Überblick

Die EU-Kommission hat in Abstimmung mit den Mitgliedstaaten die Anforderungen an die Berichterstattung gemäß Anhang IV der EMAS-Verordnung überarbeitet. Mit den aktuellen Änderungen haben EMAS-Organisationen mehr Möglichkeiten bei der Darstellung der Umweltleistung. Über bedeutende indirekte Umweltaspekte und -auswirkungen ist nun verstärkt zu berichten. Auch die Nutzung der EMAS-Umwelterklärung z.B. für andere Berichtspflichten wird erleichtert. Eine gemeinsame Publikation des UGA und des Umweltbundesamtes sowie verschiedene Praxisbeispiele helfen bei der Umsetzung.

Fristen
Bis 08.01.2020 können Umwelterklärungen noch nach den alten Anforderungen des Anhangs IV validiert bzw. veröffentlicht werden. Dies erfolgt im Einvernehmen mit der Umweltgutachterin bzw. dem Umweltgutachter und der Registrierungsstelle.Organisationen, die die Ausnahmeregelung nach Artikel 7 (KMU-Regelung) in Anspruch nehmen, können während der Übergangsfrist im Einvernehmen mit der Registrierungsstelle eine nicht validierte Umwelterklärung nach den alten Anforderungen des Anhang IV veröffentlichen. Nach dem Ende der Übergangsfrist sind die neuen Anforderungen mit der nächsten zu validierenden Umwelterklärung umzusetzen.
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Quelle:
https://www.emas.de/aktuelles/2019/15-01-19-emas-novelle-2019/

Neuer Leitfaden und aktualisiertes Merkblatt für Energieaudits

Die BAFA hat im Februar 2019 das „Merkblatt für Energieaudits nach den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 8 ff. EDL-G“ aktualisiert sowie den „Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten nach den Vorgaben der DIN EN 16247-1“ veröffentlicht. Beide Dokumente finden Sie unter der Webseite der BAFA.de oder auch in MyDMSZ unter: Gemeinsame Dateien/Auditierungsvorlagen/Vorlagen_16247/BAFA.

In den Dokumenten gibt es wesentliche Veränderungen/Verschärfungen, wie z.B.:

  • Die Multi-Site Regelungen sind verschärft worden. Die Clusterbildung muss sich eindeutiger auf gleichartige Standorte beziehen. Explizit ausgeschlossen davon sind Krankenhäuser und Produktionsstätten genannt
  • Wird ein ISO 50001 EnMS oder EMAS nicht fortgeführt, erlischt die Freistellung zum Energieaudit
  • Geänderte Struktur des Beratungsberichts
  • Umfangreichere Protokollierung des Auftaktgesprächs
  • Detaillierte Anforderungen an die Dokumentation des Clusterungsprozesses bei Unternehmen, die das Multi-Site-Verfahren anwenden
  • Neue Darstellungsform der Energieeffizienzmaßnahmen; es werden wesentlich detailliertere, rechnerische Nachweise für Energieeinsparungen gefordert, die durch Energieeffizienzmaßnahmen erzielt werden sollen
  • Erhöhte Anforderungen an die anzuwendenden wirtschaftlichen Bewertungen der gefundenen Maßnahmen sowie die dafür zu berücksichtigenden Faktoren
  • Erweiterte Kriterien für die Rangfolge der ermittelten Effizienzmaßnahmen
  • Spezifische Anforderungen an die Beschreibung der eingesetzten Querschnittstechnologien
  • Kleine Erweiterungen bei den Darstellungsformen in der Energiebilanz
  • Neue Anforderungen an Kennzahlen
  • Neue Anforderungen an die Nachvollziehbarkeit der erhobenen Daten
  • Änderungen bezüglich der zu erstellenden Energieflussdiagramme
  • Interpretationshilfen für die 90%-Regeln, bezüglich des zu erklärenden Energieverbrauchs
  • usw.

Bei Fragen stehen Ihnen die Fachexperten der DMSZ gerne zur Verfügung

Wie hoch sind die Gesamtkosten eines Elektrofahrzeugs im Vergleich zu einem Diesel- oder Benzin-Fahrzeug?

Wie könnten sich die Gesamtkosten in den kommenden Jahren entwickeln und welchen Einfluss haben wichtige Einflussfaktoren wie Haltedauer und jährliche Fahrleistung?
Wie viele Treibhausgase können durch den Umstieg auf die Elektromobilität eingespart werden?
Mit dem Online-Rechner des Öko-Instituts können die CO2-Emissionen und Kosten ermittelt werden, die mit der Fahrzeugnutzung verbunden sind.

Quelle: Aktuelles zur Elektromobilität in NRW, ElektroMobilität NRW, 16.04.2019

Mehr dazu unter: https://www.elektromobilitaet.nrw/unser-service/kostenrechner/

Regelwerks-Refresher, 12. und 13.08.2019

Liebe Auditorinnen und Auditoren,

wie auch in der Vergangenheit, möchten wir Euch die Gelegenheit bieten zum Selbstkostenpreis an 2 Seminaren zu Regelwerken und regelwerkspezifischen Themen teilzunehmen.

Am 12.08.2019 bieten wir Euch die Gelegenheit an einem Regelwerks-Refresher  zu den Regelwerken

  • ISO 14001:2015
  • ISO 50001:2018
  • ISO 45001:2018
  • ISO 19011:2018

teilzunehmen.

Dieser Refresher beinhaltet auch eine Schulung über die entsprechend notwendigen Rechtskenntnisse und soll ebenso Raum für einen Erfahrungsaustausch bieten.

Am 13.08.2019 konzentrieren wir uns dann auf das Energiemanagement, die speziellen EnM-Aspekte und Themen, wie z.B. EnMS-Förderprogramme, Energieaudits sowie Erklärungen/Berechnungen zu Solaranlagen, BHKW, Kältemaschinen, Querschnitt-Technologien usw.

Seminarzeiten sind jeweils 8:30 Uhr bis 17:00 Uhr

Veranstaltungsort ist das Haus Monika in 64572 Büttelborn (https://hotelmonika.de/)

Bitte gebt bei Eurer Anmeldung an, ob Ihr

  • nur am ersten Tag,
  • nur am zweiten Tag oder
  • an beide Tage zusammen

teilnehmen möchtet.

Es sind noch wenige Plätze frei!

Die Seminarkosten pro Tag und je nach Anzahl der Teilnehmer wird sich auf 250,- € – 300,- € belaufen.

Im Hotel Haus Monika sind bereits Zimmer vorreserviert, falls Ihr also dort nächtigen möchtet, gebt bitte bei der (selbständigen) Reservierung an, dass Ihr Teilnehmer eines DMSZ Seminars seid.


Schulung DIN EN ISO 50001:2018

Für alle die noch eine Upgrade-Schulung zur Erhaltung Ihrer Auditoren-Qualifikation benötigen, bietet die DMSZ Consulting am 14.08.2019 eine entsprechende Schulung in Koblenz an.
Bei Interesse sendet bitte einfach eine Mail an info@dmsz.consulting .

Lang erwartetes Marktstammdatenregister ist nun online

Bereits im Jahr 2015 wurden die Weichen für eine Registrierungspflicht aller Erneuerbaren- Energien- Anlagen in ein zentrales Register gestellt. Fast vier Jahre später ist das Marktstammdatenregister nun online gegangen. Die Pflicht zur Registrierung besteht unabhängig von der Leistung einer Anlage und der Frage, ob ein Eigenverbrauch vorliegt oder eine Vergütung nach dem EEG in Anspruch genommen wird.
Am 31. Januar 2019 ist endlich das lange angekündigte Marktstammdatenregister online gegangen, in dem sich neben den Marktakteuren, z. B. Stromversorgern und Netzbetreibern, auch alle Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen registrieren müssen. Dadurch erhofft sich der Gesetzgeber eine lückenlose Erfassung aller Erneuerbare-Energien-Anlagen und die Abbildung des gesamten Strommarktes. Bislang gab es verschiedene Melderegister (PV-Meldeportal, Anlagenregister) und unterschiedliche Voraussetzungen für die Registrierung. Diese einzelnen Systeme wurden mit Einführung des Marktstammdatenregisters eingestellt. In dieses neue Register müssen alle Betreiber die Stammdaten ihrer Erneuerbare-Energien-Anlage eintragen – egal, ob es sich dabei um einen großen Windpark oder um eine kleine Balkon-PV-Anlage handelt, die nur dem Eigenbedarf dient. Bei Stammdaten handelt es sich um Daten, die sich nicht oder nur selten ändern, z. B. die installierte Leistung, der Standort der Anlage oder auch Kontaktdaten des Betreibers. Nicht einzutragen sind Bewegungsdaten, die sich häufig ändern, wie z. B. die Zählerstände oder Erzeugungsmengen.
Für die Registrierung besteht eine Frist von einem Monat ab Inbetriebnahme der Anlage. Anlagen, die eine Genehmigung nach Bundesrecht benötigen, sind bereits meldepflichtig, wenn sich die Anlage erst (bzw. noch) im Planungsprozess befindet. Das betrifft z. B. Windenergieanlagen, die eine Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz benötigen. Photovoltaikanlagen, die auf Dächern errichtet werden, sind genehmigungsfrei und müssen deswegen erst mit Inbetriebnahme gemeldet werden.
Auch Bestandsanlagen müssen registriert werden
Die Pflicht zur Registrierung in das Marktstammdatenregister betrifft nicht nur Neuanlagen, sondern auch Anlagen, die bereits in Betrieb sind (sog. Bestandsanlagen). Das gilt selbst dann, wenn sie bereits in andere Register der Bundesnetzagentur eingetragen wurden. Eine automatische Übernahme der Daten aus dem bisher genutzten Anlagenregister und dem PV-Meldeportal erfolgt aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht. Betreiber dieser Anlagen, müssen also erneut ihre Daten eintragen.
Betreiber von Bestandsanlagen, die ihre Anlage bereits in einem anderen Register registriert haben oder vor dem 1. Juli 2017 in Betrieb genommen haben, haben allerdings länger Zeit, ihre Anlage im Marktstammdatenregister zu registrieren. Die Marktstammdatenregisterverordnung sieht vor, dass sie ihre Stammdaten bis zum 31. Januar 2021 eintragen müssen.
Bei unterlassener Registrierung droht ein Bußgeld
Unterbleibt eine Eintragung der Stammdaten in das Marktstammdatenregister, bringt dies weitreichende Konsequenzen für den Betreiber mit sich, denn es entfällt nicht nur der Anspruch des Betreibers auf Auszahlung einer EEG-Vergütung, sondern es droht auch ein Bußgeld von bis zu 50.000 €. Die Frist für die rechtzeitige Registrierung sollten die Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen also nicht aus den Augen verlieren.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Markstammdatenregisters.
https://www.marktstammdatenregister.de/MaStRHilfe/index.html

Neues im MyDMSZ: Termine stornieren

Ab sofort kann in MyDMSZ ein „fixierter“ Audittermin nicht mehr verändert oder gelöscht werden, es besteht nur noch die Möglichkeit den bereits fixierten Termin zu „Stornieren“.
Nach dem Stornieren erfolgt eine Aufforderung, einen neuen Termin einzutragen, den Sie dann nach allen Klärungen wieder „fixieren“ können.

Der Innendienst erhält über den neu fixierten Termin eine automatisierte Email, um die Kunden-AB sowie Ihre Bestellung/Auftrag zu erstellen.

Bei Fragen zum Ablauf können Sie sich gerne an den Innendienst wenden.