ISO 45001

Am 12.03.2018 hat die International Organization for Standardization (ISO) die neue Norm ISO 45001:2018 Occupational health and safety management systems — Requirements with guidance for use (Deutsch: Arbeitsschutzmanagementsysteme – Anforderungen mit Leitlinien zur Anwendung) veröffentlicht. Die OHSAS-Projektgruppe hat die ISO 45001: 2018 als Ersatz für OHSAS 18001: 2007 bestätigt. Daher gilt der offizielle Status von OHSAS 18001: 2007 ab 12.03.2018 als „zurückgezogen“, wobei eine dreijährige Übergangsphase beschlossen wurde. Die Übergangsfrist zur Umstellung / Migration von BS OHSAS 18001:2007 zu ISO 45001:2018 endet am 11.03.2021.

D.h. alle bestehenden DMSZ Zertifikate nach BS OHSAS 18001 erhalten eine Laufzeitbegrenzung bis zum 11.03.2021. Wir werden in den nächsten Tagen die jeweiligen betroffenen OHSAS Zertifikate beim Kunden austauschen und die Rücksendung der „alten“ OHSAS Zertifikate anfordern.

DAkkS Begutachtung

Vom 17. bis 19.10.2018 besuchten uns die DAkkS Begutachter Herr Mairose (QM, UM, EM), Herr Kienemund (AM) und Herr Misok (ISMS/IT-SiKat) in der Geschäftsstelle in Griesheim zur Geschäftstellenbegutachtung. Hinsichtlich des „neuen“ Begutachter-Teams war die Anspannung etwas größer als in den Jahren zuvor, dass Ergebnis war ein recht erfolgreiches.
Die Begutachtung erfolgte in einer angenehmen Atmosphäre.
Im Einzelnen erhielten wir „einige“ Abweichungen sowie Verbesserungshinweise, der Schwerpunkte bezog sich auf nachfolgende Themen:

  • Die Bewertung der Auditoren erfolgt nicht ganz so (100%) systematisch wie es sein soll (Anzahl Audits, Monitoring, ERFA usw.)
  • Festgestellte Abweichungen werden während des Audits geschlossen bzw. deren Ursachenanalyse ist nicht „zweckmäßig“, wird aber vom AL akzeptiert.
  • Keine klare Regelung welche Dokumente/Vorlagen/Aufzeichnungen unterschrieben sein müssen oder ob der Name des Erstellers ausreichend ist.
  • OHSAS Zertifikate ohne Laufzeitbegrenzung zur „neuen“ ISO 45001:2018
  • Ausschlüsse von Anforderungen zum IT-SiKat sind zweifelhaft begründet.
  • usw.

Auf dem Auditorentag am 21. Januar 2019 werden wir Sie detaillierter informieren sowie die jeweiligen Korrekturmaßnahmen und Veränderungen in den Prozessen vorstellen.

Insgesamt verlief die Geschäftstellenbegutachtung, zu unserer Re-Akkreditierung sehr erfolgreich und wir denken das die Verlängerung der Akkreditierung im Feb./Mär. 2019 des nächsten Jahres vorliegt.

Informationen zur BImSchV

Am 30.04.2018 hat das Bundesumweltministerium die „Verordnung zur Einführung der Verordnung über mittelgroße Feuerungsanlagen sowie zur Änderung der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen“ veröffentlicht. Der Referentenentwurf greift den ursprünglichen Entwurf der TA Luft (Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft) aus dem Jahr 2016 auf und wandelt diese in eine neue BImSchV um. Die Bundesregierung setzt mit dieser Verordnung die Richtlinie (EU) 2015/2193 (MCP-Richtlinie) in deutsches Recht um. Sie soll sofort nach Verabschiedung in Kraft treten.

Von der Verordnung betroffen sind mittlere Feuerungsanlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von 1 – 50 MW. Teil der Verordnung sind Maßnahmen zur Verschärfung von Emissionsgrenzwerten für ebendiese mittelgroßen Feuerungsanlagen für die Emissionen von Partikeln (Staub), Stickstoffoxiden und Schwefeldioxid. Der vorliegende Richtlinienentwurf ist auch explizit an Biomasse-Feuerungsanlagen adressiert.

Weiterhin dürfte für Sie interessant sein, dass die neue BImSchV auch für Bestandsanlagen Gültigkeit haben wird. Die Übergangsregelung sieht hier aktuell eine Zeitspanne von 5 Jahren für eine Umrüstung vor.

Sollte bei Ihnen in nächster Zeit eine Anlagenerweiterung, ein Neubau oder ein Umbau anstehen, sollten Sie sich hier entsprechend informieren.

DIN EN ISO 9004:2018 „Qualitätsmanagement – Qualität einer Organisation – Anleitung zum Erreichen nachhaltigen Erfolgs“

Die DIN EN ISO 9004 „Qualitätsmanagement – Qualität einer Organisation – Anleitung zum Erreichen nachhaltigen Erfolgs“ mit dem Ausgabestand August 2018 wurde bereits veröffentlicht. Die DIN EN ISO 9004 bietet eine Anleitung, die, unter Verweisung auf die in ISO 9000:2015 festgelegten Qualitätsmanagementgrundsätze, Organisationen dabei unterstützen soll, nachhaltigen Erfolg in einer komplexen, anspruchsvollen und von permanenten Veränderungen geprägten Umgebung zu erzielen. Kollektiv angewendet können Qualitätsmanagementgrundsätze eine vereinheitlichende Grundlage für die Werte und Strategien einer Organisation bieten. Während sich ISO 9001:2015 darauf konzentriert, Vertrauen in die Produkte und Dienstleistungen einer Organisation zu schaffen, dient die DIN EN ISO 9004 dazu, Vertrauen in die Fähigkeit der Organisation zu erzeugen, nachhaltigen Erfolg zu erzielen. Sie finden die DIN EN ISO 9004 in MyDMSZ im Bereich Gemeinsame Dateien/Auditierungsvorlagen.

Schnelle Ermittlung des Auditaufwandes pro Regelwerk

In MyDMSZ finden Sie unter: my.dmsz.de > Dateien > Gemeinsame Dateien > Auditierungsvorlagen eine Excel-Datei  mit dem Dateinamen: „_DMSZ_Auditaufwands_Kalkulation_Stand_20180723“, mit der Sie „in einfachen Zügen“ den Auditaufwand verschiedener „Einzel“ Regelwerke ermitteln können.

Bitte beachten Sie jedoch auch die Vorgaben bei einem Kombiaudit oder Stichproben-/Matrixverfahren usw.

Bei Fragen und Anregungen können Sie sich gerne an die Zertifizierungsstelle wenden.

Auditor gesucht

Wir sind auf der Suche nach einem qualifizierten bzw. auch schon berufenen Auditor/in für ISO 9001 und ISO 14001 (und ggf. OHSAS / ISO 45001) in der Branche EA 16 „Herstellung von Zement, Kalk, Gips und Erzeugnissen aus Beton“ mit dem Schwerpunkt im Bereich „Herstellung/Erzeugnissen aus Beton“. Wir haben hier ggf. einen Kunden mit dem wir diese Branche erlangen könnten, nun fehlt nur noch ein Auditor mit der entsprechenden „Kompetenz und Leidenschaft“.

Wer sich angesprochen fühlt bzw. jemand passendes kennt (oder der jemand passendes kennt) kann sich gerne in der Geschäftsstelle melden!

Die DIN ISO 50003:2016-11 bedeutet keine Verschärfung der DIN EN ISO 50001:2011

Die DIN ISO 50003:2016-11 bedeutet keine Verschärfung der DIN EN ISO 50001:2011

Der DIN-Arbeitsausschuss NA 172-00-09 AA „Energieeffizienz und Energiemanagement“ hat eine Stellungnahme veröffentlicht zum Verhältnis der Normen ISO 50001 und ISO 50003

Die ISO 50003:2014 „Energiemanagementsysteme — Anforderungen an Stellen, die Energiemanagementsysteme auditieren und zertifizieren“ wurde 2014 auf internationaler Ebene veröffentlicht und im November 2016 als DIN ISO 50003:2016?11 in das Deutsche Normenwerk übernommen. Eine Reihe von Normanwendern befürchtet, die ISO 50003 würde die Anforderungen der ISO 50001 dahingehend verschärfen, dass zertifizierte Organisation nunmehr verpflichtet seien, die kontinuierliche Verbesserung ihrer energiebezogenen Leistung nachzuweisen.

Der national zuständige DIN-Arbeitsausschuss NA 172?00?09 AA „Energieeffizienz und Energiemanagement“ hat hierzu eine Stellungnahme erarbeitet. In dieser wird klargestellt, dass die ISO 50003 für nach ISO 50001 zertifizierte Organisationen keine zusätzlichen Anforderungen enthält.

DIN-Stellungnahme (PDF)

EnergieEffizienz-Messe am 28. und 29. August in Frankfurt/Main

Ihr findet uns im August auf der Leitmesse für Energieeffizienz in Unternehmen, Kommunen und Immobilienwirtschaft.

Die EnergieEffizienz-Messe ist Treffpunkt für 2.500 nationale und internationale Fachbesucher. 400 Experten stellen an Messeständen und in rund 60 Programmpunkten aktuelle Lösungen und Trends rund um das Thema Energieeffizienz vor.

Wir würden uns freuen, Euch auf unserem Messestand begrüßen zu dürfen, um über die Themen „Energiemanagement“ und „Energieeffizienz in der Industrie“ ins Gespräch zu kommen.

Termin: 28. und 29.08.2018, 10:00 – 16:00 Uhr
Anschrift: IHK Frankfurt am Main | Börsenplatz 4 | 60313 Frankfurt am Main
Stand: Plenarsaal 2. OG

Ihr benötigt eine Gastkarte? Nehmt bitte einfach Kontakt mit uns auf!

Neuer Leitfaden zu immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren

Das baden-württembergische Umweltministerium hat einen Leitfaden für die Durchführung von immissionsschutzrechtlichen Genehmigungs- und Anzeigeverfahren veröffentlicht. Er richtet sich an die Immissionsschutzbehörden im Land und an Unternehmen, die dem Bundes-Immissionsschutzgesetz unterliegende Anlagen errichten und betreiben wollen. Das Bundes-Immissionsschutzgesetz regelt den Schutz von Menschen und Umwelt vor schädlichen Immissionen, die beim Betrieb von Anlagen entstehen können. Hierzu gehören insbesondere Lärm, Luftverunreinigungen und Erschütterungen.

Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz sind im Laufe der Jahre immer anspruchsvoller geworden. Verfahrensfehler können daher heute schneller dazu führen, dass Genehmigungen von den Gerichten aufgehoben werden. Der Leitfaden soll dazu beitragen, die erforderlichen Verfahren effizient und rechtssicher durchzuführen.

Eine Vielzahl neuer europarechtlicher, bundesrechtlicher und landesrechtlicher Vorschriften haben zusätzliche Anforderungen an die Genehmigungsverfahren gestellt. Hierzu gehören die Richtlinie über Industrieemissionen für große umweltrelevante Industrieanlagen, die Seveso-III-Richtlinie für sogenannte Störfallbereiche, das Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz und das neue Recht der Umweltverträglichkeitsprüfung des Bundes. Zu berücksichtigen sind auch Vorgaben des Klimaschutzgesetzes des Landes sowie die in Baden-Württemberg geltenden Vorschriften zur frühen Beteiligung der Öffentlichkeit im Vorfeld eines Genehmigungsantrages.

Der Leitfaden wurde von Praktikern aus der Verwaltung erarbeitet. Hinweise, Abbildungen und Checklisten sollen zum besseren Verständnis der zu beachtenden Verfahrensregeln beitragen.

Der Leitfaden ist auf der Internetseite des Umweltministeriums erhältlich (Link zur Themenseite des Ministeriums).
(Quelle: Umweltministerium Baden-Württemberg, gekürzt)

Ermittlung und Beurteilung psychischer Belastungen

In Deutschland verpflichtet der Gesetzgeber jeden Arbeitgeber, Gefährdungen durch psychische Belastung zu ermitteln und entsprechend zu vermeiden. Er spezifiziert jedoch nicht, wie eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung durchzuführen ist. In einer Untersuchung wurden 37 qualitative betriebliche Fallstudien anhand teilstrukturierter Interviews mit betrieblichen Akteuren und Dokumenten dahingehend analysiert, ob und wie Arbeitgeber methodische Spielräume auch jenseits von normativen Empfehlungen nutzen, um Gefährdungen zu identifizieren. Die vielfältigen methodischen Herangehensweisen folgen drei Orientierungen, die mehr oder weniger gemeinsam verfolgt werden:

  • Messen und Bewerten definierter Konstrukte psychischer Belastung,
  • Erklären und Verstehen von Entstehungszusammenhängen problematischer, mit psychischer Belastung assoziierter Arbeitssituationen und
  • Erstellen eines (vermeintlich) rechtssicheren Dokuments zum Nachweis einer Gefährdungsbeurteilung

Grenzen dieser Herangehensweisen werden in den Fällen deutlich, in denen einseitig auf eine dieser Orientierungen fokussiert wird. Methodischer Entwicklungsbedarf wird insbesondere für (qualitative) Ansätze des „Erklärens und Verstehens“ aufgezeigt.

Der 16-seitige Ergebnisbericht findet sich auf der Homepage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) (Link zum BAuA-Bericht in pdf-Form).

(Quelle: BAuA, gekürzt)